29. März 2011
Zuhause angekommen ging allerdings der Spaß weiter, der für Nils leider nicht ganz so sanft enden sollte. Erst tobte er eine Weile durch Haus und Garten und packte natürlich wieder einmal alle Spielsachen auf einmal aus den Schubladen. Dieser Junge hat wirklich eine Energie, das ist schon erstaunlich. Ich war von unserem Vormittag alleine schon vom Zugucken k.o.! Nun ja, er fing dann an zu bügeln und es wurde etwas ruhiger. Eines seiner Lieblingsspielzeuge ist nämlich das kleine Bügeleisen aus Plastik, das gar nicht mal so unecht aussieht und auch Dampf machen kann. Er hatte sich schon immer ein Bügeleisen gewünscht und bevor er mein richtiges Bügeleisen nimmt, dachten mein Mann und ich uns, dass wir ihm da lieber so ein Bügeleisen für Kinder schenken. Erst hat es uns schon erstaunt, dass ein Junge unbedingt ein Bügeleisen haben will, aber dann dachten wir uns, dass die Welt ja nicht so schwarz weiß ist wie sie gerne gemalt wird. Jungs spielen in dieser Welt dann immer mit Autos und Mädchen mit Puppen. Das ist natürlich Quatsch! Jede Jeck ist anders, sagt man ja im Rheinland so schön und drum spielt unser Sohn eben gerne mit dem Bügeleisen und hinter der Holzverkleidung…!
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26. März 2011
Ich muss sagen, dass ich da schon etwas mit den Nerven runter war, aber trotzdem konnte ich ihm auch nicht recht böse sein. Viel mehr ärgerte ich mich über den Hausmeister und diese Mutter, die meinen Sohn als Anstifter beschuldigt hatte? Das ist mal wieder so typisch! Klar sollen Kinder lernen, was sie dürfen und was nicht. Aber mein Gott, Nils ist 4, da darf man ja wohl auch mal etwas Quatsch machen ohne gleich rausgeworfen zu werden. Bestimmt war es eine dieser Spießer-Mütter, die mit ihren Parade Kindern nur Kopf schüttelnd auf die anderen blicken können und sich über den Pöbel aufregen.
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22. März 2011
Was ja am Anfang noch irgendwie witzig war, wurde aber spätestens nach einer halben Stunde zur Geduldsprobe. Keiner der Jungs wollte da freiwillig wieder heraus kommen und ich wie auch alle anderen Erwachsenen waren einfach zu groß, um uns dahinter zu quetschen, sodass wir ihnen nur gut zureden konnten. Natürlich brachte das rein gar nichts! Nils bekam sich gar nicht mehr ein vor Lachen. Er fand es tierisch witzig wie die Eltern von beiden Seiten ihre Köpfe zwischen Holzfassade und Wand quetschen und den Jungs zuriefen, dass jetzt Schluss sei. Es kam dann, wie es kommen musste. Wir wurden vom Hausmeister rausgeworfen. Nicht alle, sondern nur mein Sohn und ich, weil wohl irgendeine Mutter auf die Frage des Hausmeisters, was hier los sei, geantwortet hat, dass Nils die anderen dazu angestiftet hatte, sich hinter der Holzwand zu verstecken. Angesichts des strengen Tons des Hausmeisters kam dann Nils doch recht kleinlaut irgendwann hervor und wir gingen nach Hause.
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18. März 2011
Wenn ich jetzt erzähle, was mein kleiner Sohn Nils heute wieder angestellt hat, werden vielleicht einige lachen, aber für mich was das ganze eher peinlich als lustig. Kleiner Sohn heißt übrigens nicht, dass ich noch einen großen hätte, sondern einfach nur, dass mein Sohn erst 4 ist und zudem auch irgendwie kleiner als die anderen Kinder in seinem Alter ist. Ich hoffe, das wird noch. Mein Mann und ich sind eher groß, sodass wir uns das auch noch nicht so ganz erklären können. Wie dem auch sei. Ich wollte ja erzählen, was Nils heute im Kindergarten wieder angestellt hat. Genauer gesagt war es gar nicht der Kindergarten, sondern das Pfarrhaus, in dem für ein Theaterstück an Ostern geprobt werden sollte. Mein Sohn wird als Erdbeere gehen. Jedenfalls war das bis heute der Plan. Der gute ist nämlich heute mit ein paar Freunden von ihm auf die glorreiche Idee gekommen, sich hinter der Holzvertäfelung des Gebäudes zu verstecken…
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